Grazalema

Das weiße Dorf Grazalema

Lernen Sie Grazalema über den hier beschriebenen Rundweg kennen, der zahlreiche Erläuterungen enthält und sie durch die vielen Sträßchen und Gassen des Ortes führt. Entdecken Sie seine Ursprünge, Entwicklung, Kultur, sein Gewerbezweige und botanische Kleinodien. Es wird Ihnen auch nicht verborgen bleiben, warum Grazalema als Ort der höchsten Niederschlagsmenge Spaniens bekannt ist.

Während der zahlreichen Invasionen, von denen die Iberische Halbinsel heimgesucht wurde, Karthager (um 550 v. Chr.), Römer (um 220 v. Chr.), Westgoten (um 419 n. Chr.), versuchten die verschiedenen Kulturen hier in diesem Tal Niederlassungen zu gründen, das Dorf, das wir heute sehen, wurde jedoch in der maurischen Siedlungszeit von Berbern aus Nordafrika angelegt, die aus ganz ähnlichen Berggegenden dort stammten.

Die Bewohner dieses Gebirgseinschnitts bestellten Äcker und Gärten mit einheimischen Nutzpflanzen. Das traditionelle Handwerk, das bis heute überkommen ist, wurde von Generation zu Generation weitergegeben: Flechtarbeiten aus Espartogras, Schafs‑ und Ziegenkäse, Wollwaren, Korkmöbel, Seife und Kosmetika aus Olivenöl, Leder‑ und Keramikarbeiten.

Dank seiner Lage in den Bergen und seinen Bemühungen um die Bewahrung der Kultur ist Grazalema nach wie vor eines der bekanntesten „weißen Dörfer“ Andalusiens. Enge Sträßchen gesäumt von makellos weißen Häusern mit Holztüren, die mit Nägeln und Beschlägen verziert sind, und eisernen Gittern zum Schutz der Fenster; Relikte der maurischen Epoche, die ca. 700 Jahre andauerte.

Grazalema hat die höchste Niederschlagsmenge ganz Spaniens.

Das beruht darauf, dass es die erste Bergkette ist, auf die der feuchte Atlantikwind auf seinem Weg von der Südwestküste in das Landesinnere trifft. Nachdem der Wind die warmen Niederungen überquert hat, kühlt die Luft schnell ab, in dem Maße, in dem das Gelände an Höhe gewinnt, dadurch bilden sich Wolken und es kommt zu Niederschlägen. Der Regen fällt hauptsächlich zwischen September und April, meistens in heftigen Güssen, auf die blauer Himmel folgt. Das Wasser fließt rasch über Kanäle, saisonweise Wasser führende Flussbetten und Flüsse ab.




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